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Analyse von Leserbriefen, Anfragen und Äußerungen über das Thema körperliche Züchtigung an Illustrierte, Magazine oder sonstige Publikationen sowie die Antworten und Stellungnahmen von Psychologen, Sexualberatern, Therapeuten oder Verlagsredakteuren. Es ist interessant zu sehen, wie und in welchem Umfang das Thema Flagellantien in allen Landesteilen und allen Gesellschaftsschichten lebendig ist, wieviel Unwissen, wieviel Mißdeutungen und Missverständnisse es rund um das Po - Versohlen gibt und auf welch unterschiedliche Art und Weise Fachleute (oder solche, die es glauben zu sein) sich zu diesen Fragen und Problemen äußern. Manche der in meinem Beitrag verarbeiteten Zuschriften drücken das aus, was auch für mich entscheidende Bedeutung hat: Es ist schön und anregend, über flagellantische Erlebnisse lesen zu können, es ist aber kein Ersatz für die Realität - sich selbst einmal einen runden Popo vornehmen zu können oder sich selbst einem gut ziehenden Rohrstock zu beugen. Wie sagte doch das blonde Girl Anja in einem Beitrag der pro7 "Liebe Sünde" - Serie über "Spanking": "Wer das nicht probiert, hat etwas verpaßt." Dem ist nichts hinzuzufügen. Ich bin ein aktiver Flagellant, der seit seinem neunten Lebensjahr zuerst in der Schule der Fünfziger und frühen Sechziger Jahre erlebte, wie ein Rohrstock auf stramm gezogene Hosen wirkt. Durch eine gut drei Jahre währende, auf eigenen Wunsch und eigenes Drängen zustande gekommene "Erziehungshilfe" durch meine ebenso verständnisvolle, wie strenge Patentante bestens lernte ich dessen Wirkung auf den nackten Popo kennen. Als Erwachsener erlebte ich mit selbst ausgeführtem, aber auch erduldetem Rohrstock Einsatz vielfältige Situationen mit Lust und Freude. Die Idee, Material über das Phänomen der körperlichen Züchtigung zu sammeln, hatte ich in den Achtziger Jahren, als ich kurz hintereinander in verschiedenen Zeitschriften und Illustrierten Leserbriefe an den "Briefkastenonkel" oder die "Ratgebertante" zum Themenkreis "Lust durch Schläge" entdeckte. Mir wurde klar, wie dürftig die Information der breiten Bevölkerung über das Wesen des Flagellantismus war (und heute noch ist) und wie wenig die deutlichen Unterschiede zu SM den Zeitgenossen bewußt sind. Ich erkannte, daß die Qualität der Beratungen vor allem von der Einstellung des jeweiligen Psychologen oder Sexualtherapeuten abhing. Es konnte durchaus sein, daß Berater A dem Popo versohlen sehr kritisch oder sogar ablehnend begegnete, während Therapeutin B verständnisvoll zu Kostproben mit der flachen Hand oder dem Stöckchen ermutigte. Ein bekannter Spezialist jener Tage, der inzwischen verstorbene Psychologe Dr. Bornemann, brachte die Sache auf den Punkt, als er brieflich von einem Mann gefragt wurde, ob es normal sei, daß seine Freundin ihn mit erfundenen Geschichten provoziert, damit er ihr tüchtig den blanken Popo versohlt. Bornemann antwortete: "Normalität sei ein statistischer Begriff und das geschilderte Popo versohlen durchaus "normal," wenn zwei dasselbe wollen und damit keinem Dritten schaden. Gegen das könne niemand Einwände erheben." Der Berater in "Neue Revue", Dr. Heimberg, beruhigte die Mutter einer 21jährigen Frau, die beim Aufräumen Fotos entdeckt hatte, die zeigten, wie deren ausländischer Verlobter ihr eine Reitgerte auf den nackten Hintern zu spüren gibt. Heimberg riet, sich nicht einzumischen, denn diese schmerzhafte Betätigung bereite sicher beiden Freude. Ein gewisser Dr. Winter brachte das Kunststück fertig, das in einer Leserzuschrift geschilderte Popo versohlen in der Beziehung eines jungen Ehepaares zunächst als Lust fördernde Abwechslung zu loben, um gleich auf die Spaßbremse zu treten und zu empfehlen: "aber nicht so oft und nicht so fest." Eine gewisse Wandlung muß der Therapeutin Dr. Sabine Neumann bescheinigt werden, die über Jahre hinweg "Praline" Leserinnen und Lesern Ratschläge und Hilfestellungen gab. Während sie zu Beginn ihrer Tätigkeit Popo Klapsen gegenüber sehr zurückhaltend wirkte, verdeutlichte sie mit zunehmender Erfahrung auf sympathische Weise, daß solche Gelüste nichts Schlechtes sein müssen. Sie empfahl im einen oder anderen Fall sogar ausdrücklich, sich mit der flachen Hand oder dem Rohrstöckchen verwöhnen zu lassen. Jedoch nur wenn dies gewünscht wird. Einer verunsicherten 18jährigen, die sich gerne bestrafen lassen will und deshalb sogar schon einen Ladendiebstahl in der Hoffnung begangen hat, vom Kaufhausdetektiv dafür empfindlich versohlt zu werden, machte sie klar, daß sie sich deswegen nicht als "pervers" betrachten muß. Das Risiko einer Straftat solle sie wegen ihres Wunsches nach körperlicher Strafe aber auf keinen Fall auf sich nehmen. Dem 25jährigen Dirk aus Bremen, der Bedenken hatte, den Wunsch seiner 22jährigen Freundin nach einem Hinternvoll zu erfüllen, riet sie, dem Verlangen Taten folgen zu lassen. Sie sehe dadurch für ihre Beziehung keinerlei Gefahr. Im Jahre 2001 mußte Frau Dr. Neumann eine besorgte Mutter beschwichtigen. Die 44jährige Sonja hatte, als ihre 20jährige Tochter im String - Tanga ins Bad eilte, rote Striemen auf deren Backen erspäht. Die Mutter konnte ihre Neugierde nicht zügeln und im Verlauf des nachfolgenden Gesprächs gab das Mädchen lächelnd zu, von ihrem neuen Freund öfter mal etwas mit dem Rohrstöckchen hinten drauf zu beziehen. Sabine Neumann analysierte kurz das Verhalten des Pärchens und betonte, daß bei entsprechender Veranlagung durch Schläge auf das Hinterteil höchste Erregung ausgelöst wird. Da ihre Tochter offensichtlich darauf stehe, solle Sie ihr diesen Spaß lassen. Sie sei schließlich schon erwachsen. Sabine Neumann hatte der jungen Apothekenhelferin Karin, deren Freund stark auf ihren Po fixiert sei und ganz schön zur Sache gehe geantwortet, sie solle nicht zu zimperlich sein. Daß sie dies in den eigenen vier Wänden, aber nicht in der Öffentlichkeit akzeptiere solle sie ihrem Freund allerdings deutlich machen. Sie habe Anspruch darauf, für ihre Auffassung Respekt zu verlangen, daß er im Beisein anderer Personen ihren Hintern nicht zu streicheln, darauf zu schlagen oder diesen zu massieren habe, müsse klar sein. Im Jahre 2002 berichtete die 22jährige Sekretärin Ute, daß sie nach Fehlern im Büro von ihrem Junior - Chef (28, ledig) im Spaß gesagt bekam, man müsse ihr wohl einmal den Hintern versohlen. Da sie Schläge auf den Popo tatsächlich erregend findet, signalisierte sie mit ihrer Reaktion ihr Einverständnis. Als Folge der erzieherischen Maßnahme landeten die Beiden bald im Bett und wurden ein Paar. Ute war sich unsicher, ob die Beziehung Chef - Sekretärin gut gehe und wurde von Sabine Neumann beruhigt. Wenn Sie beide mit der neuen Situation klar kommen, dürfte es kein Problem sein, meinte sie. Ute solle sich lieber darüber freuen, daß alles so gut paßt! Eine reizende Zuschrift war 2003 der 18jährigen Heike aus Nürnberg zu verdanken. Sie habe entsprechende Neigungen und wünschte von ihrem früheren Freund, den Po versohlt zu bekommen. Dieser habe sich über diesen Wunsch lustig gemacht und ihn nicht erfüllt. Sie habe sich daraufhin einer verständnisvollen Frau anvertraut, die ihr inzwischen regelmäßig mit einem Rohrstock den Hintern versohle. Für sie sei das entspannend und befriedigend. Nun suche Heike wieder eine Beziehung zu einem Mann, aber einem, der ihr ihre Neigungen erfülle. Sabine Neumann antwortete mit dem Rat, ihren Wunsch dem künftigen Freund gegenüber selbstbewußt anzusprechen, sollte erst einmal genug Vertrauen da sein. Ein Akademiker um die Vierzig gestand offen, daß er sich einmal monatlich einer ausgiebigen Züchtigung mittels Rohrstock und Peitsche bei einer jungen Domina unterzöge, was stets eine belebende und von allem Streß befreiende Wirkung auf ihn hätte. Der Berater einer St. Pauli Publikation riet einem anderen 40jährigen, der seine zöglinghaften Wünsche in seinen Phantasien, oder gelegentlich im Bordell auslebte, sich unbedingt mit seiner um sechs Jahre jüngeren Ehefrau auszusprechen. Nur so könne er sein Sexualleben glücklicher gestalten. In den meisten der dem Berater bekannten, ähnlich gelagerten Fällen seien die Frauen durchaus bereit, die Rolle der strengen Hausfrau oder Domina zu übernehmen. Erzwingen könne man dies allerdings nicht. So bezeichnete sich die 28jahrige Angestellte Isabelle W. als abnorm und ihre Vorliebe für Schläge mit der Peitsche auf die Hinterbacken als pervers. Sie fragte, ob sie wegen der Schwierigkeiten, den passenden Partner zu finden, auf diese zusätzlichen Freuden verzichten muß. Von dem Therapeuten erhielt sie den Rat, nicht so viel mit Begriffen zu jonglieren und weiter zu experimentieren, bis sie den geeigneten Mann gefunden hat. Anja H. aus Winnweiler wollte kurz und bündig von einem Illustriertenberater wissen, was Spanking zu bedeuten hat. Sie erhielt die Antwort, daß dieses Wart aus dem Englischen stammt und so etwas wie Hintern versohlen bedeute. Es gehöre zu den sadomasochistischen Praktiken und sei der Kategorie "Sex auf englisch" zuzuordnen. (Als Berater sollte man sicherlich etwas genauer Bescheid wissen). Mehrfach sind in Zuschriften kombinierte Fragen zu dem Komplex "Popofetischismus und Spanking" eingegangen. Da wurde die Frage gestellt, warum es für manche Männer so faszinierend ist, einen weiblichen Popo zu fotografieren, zu liebkosen und zu versohlen. Der Psychologe der "Neuen Revue" erläuterte kurz eine tiefere, instinktmäßig angelegte Bedeutung des weiblichen Hinterns und meinte, man dürfe darin nichts Unnatürliches sehen und sollte die Vorliebe für die schönen Rundungen genießen. Das Männermagazin "High Society" befaßte sich vor Jahren in einem Spezialreport mit dem Thema "Popo". 1995 waren die Hinterbacken Gegenstand eines ausführlichen Berichtes, in der damals noch jungen Frauenzeitschrift "Joy". Beide Magazine erhielten mehrere Briefe von Lesern bzw. Leserinnen, wobei vor allem bei "Joy" bemängelt wurde, daß die Journalistin den Aspekt des Poversohlens gänzlich ausgeblendet habe. Während der Leser Uwe aus Lemgo, 33, die vollendeten Rundungen des Popos seiner gut aussehenden Freundin pries und hinzufügte, es würde ihm schwerfallen, beim Anblick dieses Hinterns nicht gleich "handgreiflich" zu werden, wurden die 30jährige Conny aus Neunkirchen und Gabi aus Murnau in Oberbayern in ihren Zuschriften an "Joy" noch etwas deutlicher. Conny gab zu, neben den in dem Joy Report genannten Po Spielereien, sich leidenschaftlich gerne die nackten Pobacken versohlen zu lassen. Dies sei für sie das erregendste Vorspiel, das sie sich vorstellen könne. Ähnlich reizend formulierte Gabi ihre Kritik an der Auslassungssünde der Joy Redakteurin, die mit ihrer Recherche der Ankündigung "Alles über den Po' nicht habe gerecht werden können. Als begeisterte Liebhaberin stimulierender Klapse, die sie äußerst Joyful zu genießen vermag, habe sie dieses Thema vermißt. Ohne dies ist für sie ein Artikel über den Popo keine runde Sache. Susanne aus Tübingen fand es durchaus erregend, was ihr "Po - besessener" Freund mit ihrem Hinterteil alles anstellte. Sie wollte aber vom Berater der "Neuen Revue" wissen, ob andere Männer auch solche speziellen Vorlieben haben. Sie erhielt zur Antwort, daß der Po zu den "Schlüsselreizen" zähle, die Vorliebe des Freundes durchaus in Ordnung sei und sie sich weiterhin auf die von ihr geschilderte Art und Weise verwöhnen lassen soll. "Spanking", "Flagellantismus" und "SM light" (was auch immer man unter letzterem verstehen will), wird von fast allen erotischen Magazinen und Wochenblättern thematisiert. Leider in zu großen zeitlichen Abständen und in unterschiedlicher Ausführlichkeit. "Couo", "Praline", "Wochenend" sowie die St. Pauli Presse, nahmen sich des Themas an. Sogenannte "seriöse" Illustrierte wie "Bunte" und die vor Jahren eingestellte "Quick" ließen, wenn auch in entschärfter Form, nur gelegentlich aufblitzen, daß man in den betreffenden Redaktionen auch schon mal etwas von diesen Besonderheiten vernommen hat. Es darf noch einmal daran erinnert werden, daß ausgerechnet der links liberale "Stern" mit seinem damals als sensationell empfundenen Artikel der 23jährigen Autorin Sina Aline Geißler zu rascher Bekanntheit und ihrem (ersten) Buch "Lust an der Unterwerfung" zu hohen Verkaufszahlen verhalf. Das war 1990. (Die junge Autorin beschrieb in dem Werk ihren Werdegang von der behütet aufgewachsenen, verwöhnten Tochter zur Masochistin und Power - Frau.) Der mit sehenswerten Fotos garnierte Bericht (Sina Aline Geißler lag mit abgestreifter Hose überr einem Stuhl und ließ sich gerade den hübsch geschwungenen Hintern von einem Lederriemen traktieren) löste eine Flut von Leserbriefen für und gegen Sina Alines Plädoyer für gesellschaftliche Anerkennung sadomasochistischer Liebes- und Lebensformen aus, die wohl nur zum Teil in den nachfolgenden "Stern" - Ausgaben abgedruckt wurden. Einige Leserbriefschreiber nannten es eine Art von Befreiung, daß sie endlich einmal etwas über besondere sexuelle Gelüste haben lesen können, während Feministinnen gehörig gegen den 'Stern' und die junge Autorin zu Felde zogen. In nicht wenigen Briefen wird das Bedürfnis des Schreibers bzw. der Schreiberin spürbar, sich selber über persönlich Erlebtes zu äußern. Das Pärchen Heiko und Sandra aus Seest betonte, daß Spanking ihrer Partnerschaft viele beglückende Erlebnisse vermittelt hat. Die 34jährige Vera aus Homburg berichtete, von ihrem liebromantischen, aber auch strengen Ehemann regelmäßig den Hintern versohlt zu bekommen, was sie als erotisch und anregend empfinde und sie immer wieder "mit hinreißenden Höhepunkten" belohne. Ulrike aus Saarbrücken bezeichnete es als "Schlüssel- und Urknallerlebnis", als sie, die verwöhnte Göre, von ihrem Mann für mancherlei Faxen endlich einmal den Popo voll bekommen habe. "Gerade dadurch ist unsere Beziehung so innig geworden", fügte sie hinzu. Der Taxifahrer Franz erfreute die "Schlüssellochleser" mit einem netten Erlebnis der besonderen Art: Eine junge Frau habe den Taxifahrer nach einer Fahrt mit in ihre Wohnung genommen, um ihm dort das Geld auszuhändigen. In ihren Räumlichkeiten angekommen, gestand sie, nicht bezahlen zu können. Um weiteren Ärger zu vermeiden, schlug das attraktive Girl dem wackeren Franz vor, ihr für die nicht bezahlte Rechnung eine ordentliche Tracht Prügel zu verabreichen. Nach eindringlicher Aufforderung kam der Taxifahrer der Bitte nach, legte das hübsche Mädchen über's Knie und versohlte ihr ausgiebig die Sitzpolster, wobei er bald merkte, wie sehr sie auf eine solche Behandlung stand. Anna (23), eine Kindergärtnerin aus Bremen, erzählte, wie sie ihren Partner beim Schmusen so lange provoziert habe, bis er sagte: "Böse Mädchen wie du müssen bestraft werden" und er ihr folgerichtig die Handgelenke an den Bettpfosten festband und ihrem Po Klapse verabreichte. "Ein leichter Schauer durchrieselte mich. Ich fand die Situation unheimlich erotisch", schrieb Anna und fügte hinzu, das habe sie richtig scharf gemacht. Die aus Kiew in der Ukraine stammende, bildschöne Swetlana ließ sich für einen "Praline" Report nackt ablichten. Nach ihren Wünschen befragt, erzählte sie, von einem großen, gebildeten Mann zu träumen, der zärtlich ist, sie wirklich liebt, lange küßt, ihr den Rücken streichelt und den Popo versohlt. Erotische Spezialitäten aus verschiedenen Ländern stellte die "Praline" in einer Artikelserie vor, wobei England natürlich mit einem speziellen Farbfoto, das einen jungen Mann, den Rohrstock schwingend, über einem den unverhüllten Popo präsentierenden Mädchen zeigt, besonders begehrt wurde. In einer anderen Ausgabe wurde Rijke, eine niedliche 23jährige Holländerin vorgestellt, die ebenfalls liebt, das Rohrstöckchen auf dem Allerwertesten zu spüren. Daß man auch in den neuen Bundesländern flagellantische Freuden zu genießen versieht, machte die 28jährige Lisa aus Gera in ihrem Kurzbericht deutlich. Sie bezeichnete sich selbst als "Po - fixiert" und erzählte, wie sie entdeckte, daß alles Begehren steigerungsfähig ist. Beim Spiel mit ihrem Freund habe sie Schläge auf den Blanken erhalten und sie habe das toll gefunden. Inzwischen will sie auf diesen Verstärker ihrer Liebe nicht mehr verzichten, denn durch Po - Klapse lebe sie ihren Freund intensiver und der wisse inzwischen sehr genau, wann seine Hand so zum Einsatz kommen soll. Die BILD - Zeitung erhielt in den Neunziger Jahren auf die Frage, wie Frauen sich ihren Traummann wünschen, gleich drei Zuschriften, in denen von Frauen zwischen 20 und 30 Jahren offen gesagt wurde, sie würden liebevoll - dominante Partner bevorzugen. Marion aus Karlsruhe erzählte von ihrer Verbindung mit einem Softie, die bald langweilig geworden sei. Nachdem sie einen Typen kennen gelernt hatte, der ihr einmal tüchtig Feuer auf den Hintern gab, habe sie mit fliegenden Fahnen den Freund gewechselt. Manuela, 20jährige Sparkassen - Azubi aus Saarbrücken, äußerte sich froh darüber, daß ihr Freund ihr seine feste Hand auf den Po gebe. Und die Arzthelferin Evi aus Landshut schätzt es nach neun Ehejahren, daß ihr Mann liebevoll dominiert und sie über's Knie legt, wenn sie etwas verbockt hat, was stets eine heiße Versöhnung im Bett nach sich ziehe. Häufig wird in Leserzuschriften an die Briefkastentante gefragt, wie man den (Ehe-)Partner für strengere Maßnahmen in der Beziehung gewinnen könnte. Die junge Gabi war schier verzweifelt, daß ihr Geliebter mit dem Rohrstöckchen, das sie ihm für ihre Bestrafung hingelegt hatte, nichts Rechtes anzufangen wußte. Der Psychologe riet zu einer ganz offenen Aussprache. In einer nachfolgenden Ausgabe bedankte sich Gabi für den guten Rat und berichtete begeistert, wie während des von ihr geschickt angepackten Gesprächs bei dem Freund der Groschen gefallen sei und er die Bedeutung körperlicher Strafen für sie erkannte. Mit vielen Striemen auf ihrem Popo erlebte sie eine wundervolle Liebesnacht, berichtete Gabi begeistert. Die 20jährige Liz aus Grünwald offenbarte ein ähnliches Problem: Sie wird von ihrem um 13 Jahre älteren Mann zwar geschlagen, aber nur leicht und spielerisch. Sie aber möchte es intensiver, fühlbarer. Auch in diesem Fall wurde geraten, im Gespräch seine Wünsche klar auszudrücken. Eine Frau drückte in einem Schreiben ihre ablehnende Haltung gegenüber dem Verlangen ihres Ehemannes nach körperlicher Züchtigung aus: Er wolle wie ein unartiger Schuljunge von ihr mit Rohrstock oder einer Peitsche auf den nackten Hintern bestraft werden. Das finde sie komisch und mag es nicht.Die Therapeutin äußerte Verständnis für die Ehefrau, riet ihr, die Sache ganz auf der erotischen Schiene anzusiedeln. Im Bewußtsein, dem Mann dadurch einen Zusatzkick zu verschaffen, solle sie einmal die Rolle der strengen Erzieherin probieren. Andernfalls müsse sie sich nicht wundern, wenn ihr Mann heimlich eine professionelle aufsuche und dadurch eine belastende Trübung in ihre Beziehung bringe. Zum Beispiel über Fetischdessous in Leder,
Lack oder Gummi. In einem kurzen Text in "Coupe" verdeutlichte
eine Leserin die Affinität zwischen Lederoutfit und Spielen
mit der Peitsche, während "Schlüsselloch"
und "Praline" in Wort und Bild die Nähe von Fessel,
Sex und Züchtigungen zeigten. Ein Mädchen aus Mannheim
schrieb hierzu: Leider werden die Grenzen zwischen dem von uns Flagellanten
geschätzten und geliebten Poversohlen und SM - Praktiken
verwischt. Ein Beispiel hierfür lieferte "Coupe"
vor einigen Jahren mit einem bebilderten Artikel, der die Überschrift:
Als Untertitel: "Mit dem Schmerz kommt die
Lust! Das knallharte Geständnis von SM - Girl Susanne P.
(19)". In ziemlich reißerischer Aufmachung erfuhr
der Leser zunächst, daß die hübsche Susanne erst
feucht wird, wenn die Peitsche auf ihren nackten Po knallt und,
daß sie statt Armbänder lieber Handschellen trage.
Im weiteren Bericht werden die geschilderten Praktiken härter,
von Tritten mit Lederstiefeln ist die Rede, vom Quälen und
Unterwerfen. Und schon ist aus dem zunächst erotisierenden
Hinternvoll eine unbehagliche, brutal anmutende SM - Aktion geworden
und der galante Erzieher steht schließlich als widerwärtiger
Foltermeister da. Ich denke, solch eine Berichterstattung kann
ganz und gar nicht in unserem Sinne sein. |
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