|
|
|
Mehr darüber erfahren sie hier! |
|
Datenerfassung seit 1983 Die körperliche Züchtigung gab es seit Menschengedenken in allen Hochkulturen, ob bei den Pharaonen, Israeliten, Griechen, Römern usw. Diese Aufzählung lässt sich beliebig erweitern. Dazu gehörte auch die Züchtigung der Kinder und Jugendlichen durch Eltern, Lehrerinnen und Lehrer und Sonstige mit deren Erziehung befassten Personen. Wir versuchen in unserer Forschung die unterschiedliche Wirkung einer körperlichen Züchtigung auf die Betroffenen, so weit wie möglich aus deren Sicht zu erkennen. Wichtig für uns ist, wie es zu dem flagellantischen Phänomen überhaupt kommt. Eine Sicht der Dinge mit den Sinnen der Zöglinge ist etwas Ungewohntes, ist man doch gewohnt, die Dinge von oben herab mit Blick auf die Zöglinge zu beurteilen. Durch Kontakte mit einigen hundert Betroffenen haben wir Material gesammelt, das wir, soweit es der Sache dienlich ist verwenden wollen, um eine Erklärung für das flagellantische Phänomen zu finden. Eine Verbindung zwischen dem flagellantischen Phänomen und dem sexuellen Sadomasochismus können wir dabei allerdings nicht erblicken. Sexualität ist für Flagellanten keineswegs mit der körperlichen Züchtigung verbunden. Das haben auch schon die Gerichte bemerkt, denn in einem der Leitsätze zum § 174 StGB heißt es: "Flagellantische Medien sind im Allgemeinen nicht tatbestandsmäßig, da sie bereits nicht pornografisch sind. Allerdings ist körperliche Züchtigung, die sich mit sexuellen Handlungen verbindet, dem SM-Bereich zuzuordnen und nicht Bestandteil unserer Forschung. Unsere Arbeit haben wir 1983 begonnen und zunächst bis 1997 alles dokumentiert, was wir in Erfahrung bringen konnten. Danach haben wir um den Überblick zu behalten, 1987 den ersten Fragebogen erstellt und im Original aufbewahrt. Mit der Fülle der Angaben kamen wir nicht mehr zurrecht und da wie inzwischen einen PC hatten, wurden im Jahr 1997 alle Daten einzeln in eine Excel Datei eingetragen und ein neuer Fragebogen herausgegeben, der sich auf Wesentliches beschränkt. Dieser wurde bis 2005 herausgegeben und in Tabellen ausgewertet. Danach konnte aus verschiedensten Gründen der Fragebogen nicht weiter verbreitet werden. Die Angaben aus den ersten Fragebögen wurden mit einbezogen, sodass uns heute die Angaben aus 743 Fragebögen vorliegen. In diesem Jahr wurden aktuell die alten Fragebögen von 1997 (von 001 bis 095) auf dem PC neu als pdf Dateien erstellt und, soweit Aussagen vorhanden waren, diese in die neuen Tabellenblätter eingetragen, sodass nun die Inhalte aller 743 Fragebögen als Tabelle vorliegen. Auch haben wir uns entschlossen, nun über das Internet weitere Informationen zu erhalten und haben den Fragebogen nun neu als pdf-Formular ins Internet gestellt. |
|
|
|
Achtung: Frage 1 zum Familienstand
im alten und neuen Fragebogen. Frage 2 zur Zahl der Kinder
im alten und neuen Fragebogen. Fragen 2 - 6 nach der Strenge
nur neuer Fragebogen. Fragen 07 bis 10 im neuen
Fragebogen Frage 11 im neuen Fragebogen
und 8 im alten Fragebogen. Frage 12 zu flagellantischen
Empfindungen im neuen Fragebogen Frage 13 zu erwachsenen Flagellanten
im neuen Fragebogen. Frage 14 über das Alter, in dem positive Gefühle zu Schlägen auf den Popo vorhanden waren, ist für uns zur Beurteilung des flagellantischen Phänomens wichtig und auch Bestandteil des alten Fragebogens. Bisher ergab sich, dass überwiegend eine Geneigtheit zur Flagellation im Alter zwischen zehn und vierzehn Jahren entstand, die in der Zeit zwischen 16 und 20 Jahren, wenn die Gehirne umprogrammiert werden, von einem, den Jugendlichen vorbehaltenen, besonderen Verhaltensmuster, zu einem Verhaltensmuster von Erwachsenen, wieder verschwand. Dies ließe grundsätzlich den Schluss zu, dass Flagellation im Alter aus der Jugendzeit stammt. Dies kann aber so nicht gesehen werden, da viele älter als zwanzig Jahre waren, als sie ihre flagellantische Veranlagung erkannten. Wichtig ist in diesem Zusammenhang auch, ob bereits in der Jugend eine massive flagellantische Veranlagung bestand, und Schläge provoziert wurden. Eine Häufigkeit zeigt sich hier selbst noch bei sehr scharfen Schlägen auf den Popo kaum aber bei wenigen Schlägen. Offenbar waren die jungen Meschen darauf fixiert, dass eine Bestrafung inszeniert wurde, sie die ungeteilte Aufmerksamkeit von Erziehungsperson und möglichen Zuschauern hatte, sie im Mittelpunkt standen, als mutig gelten konnten, weil sie Schmerzen für ein Fehlverhalten in kauf nahmen. Meist geht das einher, mit einer Hochachtung dafür bei Mitschülerinnen, Mitschülern, Freunden und Geschwistern. Tatzen und Schläge auf andere Körperstellen as auf das Gesäß wurden in den alten Fragebogen immer negativ empfunden und erweckten
keinerlei positive Gefühle. Nur ein Mann berichtete davon,
dass er bei Ohrfeigen positiv empfinde. |
|
|