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einer flagellantischen Persönlichkeit |
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Flagellantische und Erzählungen, Traum und/oder Wirklichkeit Flagellantische Träumereien spielen manchmal eine große Rolle und fließen in pubertäre Handlungen und pubertäres Lustempfinden ein. Hält man sich dies vor Augen, wird verständlich, daß einige glauben, ihre flagellantischen Bedürfnisse hingen mit der Sexualität zusammen, ohne die Reihenfolge des Entstehens zu beachten. Auch ist festzustellen, geschlagen zu werden ist für Flagellanten weder lustvoll, noch bereitet es ihnen Freude. Es ist eine sehr schmerzhafte Prozedur, die diese Menschen brauchen und über sich ergehen lassen, weil es für sie der einzige Weg ist, zu einer befreienden, versöhnenden Wirkung danach zu kommen. Am Ende der Pubertät treten sexuelle Interessen in den Vordergrund und flagellantische Gefühle spielen zunächst, auch bei späteren Flagellanten nur ganz selten eine Rolle. Nach der Familiengründung, wenn die Personenliebe und die damit verbundene Sexualität die Mächtigkeit ihres die Menschen beeinflussenden Drangs verlieren, tritt allgemein eine Veränderung des Ich ein. Die Erinnerung an flagellantische Träume und Gefühle kommt bei einigen zurück. Gleichzeitig schämt man sich solcher Gefühle, weil der Betroffene denkt, mit seinen Gefühlen und seiner Gefühlswelt alleine zu sein. In neuerer Zeit ist die mißbräuchliche Verwendung des Begriffes Flagellant ein Hinderungsgrund für viele, die eine solche Veranlagung in sich tragen, an Kontakte zu denken. Schließlich ist für diese Flagellanten, denen ihre Veranlagung meist erst im Alter von etwa dreißig Jahren bewußt wird, das erstrebte, befreiende und erlösende versöhnt zu sein Gefühl, kein ausschließlich sexuelles. Mit einem rein sexuell und triebhaft orientierten Sadomasochismus können diese Menschen nicht nur nichts anfangen, sondern er stößt sie auch weitgehend ab. Nicht selten praktizieren entsprechend Veranlagte deshalb, unabhängig von allen Sexualkontakten, flagellantische Handlungen in der Form von heimlichen Selbstzüchtigungen. Schließlich läßt sich die Akzeptanz der Mitmenschen für ihre spezielle Gefühlswelt, der sie schicksalhaft verbunden sind, nicht erzwingen. Das größte Unverständnis geht dabei von denen aus, die für sich selbst in Anspruch nehmen, anders, als die Allgemeinheit zu sein. Wenn schon anders, dann müssen alle Menschen so sein, wie sie selber und die gleichen Empfindungen und Gefühle haben. Welch ein Unsinn. |
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