Flagellannten wer oder was sind sie heute wenn sie nicht dem Sadomasochismus zuzurechnen sind

Die Selbsthilfegruppe für Menschen mit
einer flagellantischen Persönlichkeit

Klicken Sie hier um Zugang zu allen Seiten zu erhalten!

Flagellannten wer oder was sind sie heute
wenn sie nicht dem Sadomasochismus zuzurechnen sind

Flagellanten heute sind Menschen, für welche die ursprüngliche Wirkung solchen Tuns wesentlich zur Steigerung ihrer Lebensqualität beiträgt. Dies sind Personen, die mittels Schlägen, ausschließlich auf das Gesäß, das Gefühl in einem umfassenden Sinn versöhnt und von aller seelischen Last befreit zu sein, erfahren wollen. Oder wie würden Sie diese Personen nennen, denen Schläge auf ihr Gesäß bei der Bewältigung ihrer Alltagsprobleme helfen, sei es dadurch, daß sie sich züchtigen lassen oder, was am häufigsten ist, selber Züchtigen? Mit sexueller Triebbefriedigung hat das wohl kaum etwas zu tun, wenngleich nicht zu leugnen ist, daß ein erotisches, aber keineswegs sexualerotisches, Gefühl damit einhergeht. Gerade dieses Gefühl ist es, was zu vielerlei Mißverständnissen Anlaß gegeben hat und heute noch gibt. Oft wird auch gesagt, solches Tun sei Böse und verwerflich.

Was aber ist gut, was böse? Dabei stoßen wir immer wieder auf eine ganz bestimmte Antwort. Böse ist, das Gegenteil von gut, oder, was nicht gut ist, das ist böse. Aber nun wissen wir immer noch nicht was ist gut ist? Wer dieser Frage nachgeht, wird schnell bemerken, daß diesem Begriff keine feste Definition zugrunde liegt. Je nach Betrachtungsweise und Standpunkt ist anderes Gut oder Böse. (Gut ist, was mir nutzt, dem Unternehmen nutzt, meinen Interessen nutzt usw.). Mit einer solchermaßen beliebigen Variablen kann man, will man mit diesem Begriff arbeiten, nicht umgehen. Wir müssen demnach einen festen Standpunkt definieren, wenn wir feststellen wollen, ob etwas gut oder böse ist. so kommen wir zu dem Ergebnis:

Gut ist, was einem würdigen, friedlichen und vertrauensvollen Zusammenleben aller Menschen dient. Gut ist, was die Freiheit des einzelnen achtet, soweit diese da ihre Grenze hat, wo sie die Freiheit der Mitmenschen einschränken würde. Gut ist, was die Lebensgrundlage für alle erhält und allen ein menschenwürdiges Dasein auf dieser Erde ermöglicht. Gut ist, was alles Leben, auch das der Mitgeschöpfe achtet.

Flagellantische Betätigung an sich ist demnach weder Gut noch Böse. Lassen Sie sich nicht irre machen, wenn Sie so fühlen. Es ist ihre ganz persönliche Eigenart auf die zu leben Sie Anspruch haben, solange die aufgezeigte Grenze nicht verlassen wird.

 

Unsere Forschung über das flagellantische Phänomen
Forschungsbeginn 1981

Der Begriff: Das flagellantische Phänomen umschreibt die Tatsache, dass Menschen Schmerzen als etwas Positives empfinden können.Dies entspricht dem Verständnis von Flagellanten des 13. bis 16. Jahrhunderts.Es ist ein wissenschaftlicher Begriff der mit heutigem Sadomasochismus, den es damals nicht gab, nichts gemein hat.
Die Forschung: Die Forschung befasste sich damit, ob und inwieweit Strafen sinnvoll ist und ob man die Tatsache, dass insbesondere junge Menschen in einem bestimmten Alter auf körperlichen Schmerz nachweislich positiv reagieren, helfend einsetzen kann.
Der aktuelle Stand
grob vereinfacht:
Jedes Strafen wird vom Gehirn entsprechend der modernen Hirnforschung als Schmerz registriert. Sogar soziale Ausgrenzung (Armut in Verhältnis zum Umfeld) wird vom Gehirn als Schmerz wahrgenommen.
Schmerz der vom Gehirn normal, also negativ registriert wird, ist in den Bereichen von Bildung und Erziehung nicht nur kontraproduktiv, sondern er kann jungen Menschen dauernden Schaden zufügen.
Unsere Forschung belegt, dass unter bestimmten Voraussetzungen Schmerz von den Gehirnen positiv wahrgenommen wird (das flagellantische Phänomen) und man dieses Phänomen bei Bildung und Erziehung nutzen kann.