|
|
|
einer flagellantischen Persönlichkeit |
|
|
|
Der Autor zu den flagellantischen Büchern! Danke dafür, dass sie sich für meine Bücher interessieren. Diese Bücher zu schreiben war nur möglich, weil Flagellanten bereit waren über ihre diesbezüglichen Erlebnisse mit der Flagellation und all dem, was damit zusammenhängt, zu berichten. Dabei gibt es weit mehr böse Erinnerungen an körperliche Züchtigungen als solche, in der Flagellanten im positiven Sinne Schicksalhaft zueinander fanden. Aber nur diese eignen sich dazu, letztlich etwas von dem nachzuempfinden, was Flagellanten mit ihrem Faible zu erzieherischen Züchtigungen umtreibt und bewegt. Insoweit handelt es sich bei diesen Büchern auch um die Autobiografie von Zeitzeugen. Flagellanten finden, obwohl sie sicherlich keine kleine Gruppe darstellen, nur selten zusammen. Ab Besten geht das, in der Jugendzeit, später wird es immer schwieriger und oftmals bleiben so veranlagte Menschen mit einem Berg von Problemen auf sich alleine gestellt. Eigentlich sollte man erwarten, dass man diesem Personenkreis von den wachsenden sadomasochistischen Gruppierungen mit Verständnis entgegenkommt. Das Gegenteil ist der Fall. Wenn flagellantisches Tun ohne ausschließliche sexuelle Motivation erfolgt, ist das in diesen Kreisen suspekt. Es ist durchaus möglich, dass sich Flagellanten etwas aus ihrer Jugendzeit in das Erwachsenendasein herübergerettet haben. Jugendliche stehen körperlichen Züchtigungen, wenn diese aus deren Sichtweise angemessen und berechtigt sind, positiver gegenüber als den neuen Strafformen, psychologischer, sozialer, wirtschaftlicher und bürokratischer Natur, gegen die sie sich nicht wehren können. Dieses sich nicht wehren können besteht schon darin, dass sie noch nicht einmal in der Lage sind, all das Negative, Zerstörerische, das dadurch auf sie einwirkt, zu artikulieren. Dabei ist wohl meinenden Personen mit erzieherischem Beruf oder einem Lehrerberuf, oft nicht einmal klar, dass sie mit solchem Vorgehen nicht nur ein momentanes Unwohlfühlen hervorrufen, aggressiven Widerstand provozieren, sondern ein Leben zerstören können. Dabei sollte man beachten, dass jede Strafe, die als ungerecht empfunden wird nicht zu einer positiven Verhaltensänderung des bestraften führt, sondern diesen in einem für die Gesellschaft negativen Sinne beeinflusst. Für Flagellanten ist dieses immer irgendwie prägend gewesen, bei ihrer besonderen Neigung. Dabei reicht schon die Vorstellung von einer sogar strengen Züchtigung, solange diese nicht offenbar brutal wird und auch Flagellanten anekelt. Flagellanten sehen in einem mäßigen körperlichen züchtigen, das ausschließlich auf das Gesäß erfolgt, nichts Böses, nichts Negatives, sondern etwas Gutes, Geist und Seele Befreiendes. Danach haben sie das Gefühl frei von Last und Schuld, versöhnt mit sich und der Umwelt zu sein. Oft erinnern sie sich auch an die Jugendzeit zurück, an Züchtigungen, die sie als gemein, ungerecht und brutal beschreiben und die meist einhergingen mit bewusstem Beschämen der zu Strafenden. Auch an einer Verächtlichmachung, die ihnen die eigene Minderwertigkeit vor Augen führen sollte, einem Blamieren und Verspotten der zu Bestrafenden fehlte es da nur selten. Dem ein Ende zu setzen und ein generelles Züchtigungsverbot an Schulen zu verhängen war das sicherlich notwendig, um solchem fürchterlichen Treiben einhalt zu gebieten. Sinnvoller wäre es allerdings, die positive Einstellung von Jugendlichen, der körperlichen Züchtigung gegenüber zu nutzen, zwischen guter und böser Gewalt zu unterscheiden und nur gute Gewalt, also solche die den jungen Menschen bei ihrer Entwicklung hilft, sie unterstützt und positive Emotionen bei ihnen hervorruft, zuzulassen. Wenn man das einmal machen möchte, sollte man sich der positiven Wirkung die eine körperliche Züchtigung die angemessen ist haben kann, nicht verschließen. Sollten sie zu dem Menschen gehören, die man
als Flagellanten bezeichnet, helfen ihnen die romanhaften Nacherzählungen
autobiografischer Berichte in unseren Büchern vielleicht
dazu, sich nicht ausgestoßen und alleine zu fühlen.
Es ist für alle Menschen schwer erträglich, Hoffnungen,
Wünsche und Gefühle verbergen zu müssen und mit
keinem darüber reden zu können. Deshalb wurde der Verein
Forum 1988 e. V. gegründet, der es ermöglichen
soll, sich gegenseitig auszutauschen, neuerdings auch über
eine Mailingliste. Mehr darüber finden sie unter www.verein.rohrstock.de. Gerhard Educ |
|
|