Der Rohrstock als Hilfsmittel bei Bildung und Erziehung

Selbshilfegruppe für Menschen mit
einer flagellantischen Persönlichkeit

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Wer sind wir ?

Wir sind ein kleiner Verein und Verlag der sich mit der Frage, warum erwachsene Meschen sich immer noch nach Erziehung sehnen und dabei körperlich gezüchtigt werden möchten, intensiv seit nunmehr zwanzig Jahren befasst. Entstanden ist der Verlag aus dem Flagellantenverein Forum 1988 e. V.. Dieses war überhaupt der erste Verein, in dem sich Menschen mit einer solchen Veranlagung zusammengefunden haben.
Die Menschen in diesem Verein suchten und suchen auch noch heute, Kontakte mit anderen Menschen, die genauso empfinden. Die im Sinne des althergebrachten Begriffs Flagellanten. Hier ging es immer um das Thema Züchtigung, Spanking, Flagellation ohne sexuellen Hintergrund. Darüber, dass eine erotische Stimulans Züchtigungen begleitet, war man sich schnell einig, aber, dass dies auch zu Sex führen müsse, dagegen wandten sich alle Flagellanten in diesem Verein von Anfang an. Auch wenn andere den Begriff des Flagellantismus anders gebrauchen, ist das für uns kein Grund nach einer anderen Bezeichnung zu suchen.
Eine nicht unwesentliche Rolle dabei spielt bei vielen Menschen ihr Bedürfnis nach Lebenssicherheit und Stabilität der Verhältnisse. Gesucht wurde also im eigentlichen Sinne zunächst einmal der Beschützer, einer, der einem alle innere Last abnimmt und den einen wieder frei werden lässt. Dies vom Kopf her und ganz wesentlich auch emotional. Dabei entsteht der wusch nach einem Erzieher, einer Erzieherin, die einen versteht, züchtigt und einem durch den Schmerz zu der erstrebten inneren Ausgewogenheit verhilft. Ganz wesentlich ist dabei die jeweilige innere Einstellung, das wollen und Wünschen einer Züchtigung oder Neudeutsch: eines Spanking.

Von Anfang an war es eine Frage, die alle ungemein beschäftigte. Warum bin ich so, warum fühle ich so. Dies gepaart mit einer gewissen Angst, missachtet, entwürdigt, als Person verächtlich zu sein oder von den Mitmenschen als minderwertig betrachtet zu werden. Hier galt es von Anfang an, dass gerade auch die würde der Menschen, die sich als Zöglinge fühlen, geachtet und respektiert wird. Schließlich sind das auch Personen mit Würde die Achtung verdienen und keinesfalls irgendwelche Sklaven oder Lustobjekte für ausgefallene Spinner.

Mit bescheidenen Mitteln haben wurde im Verein in den vergangenen Zwanzig Jahren nach Gründen gesucht, was das alles zu bedeuten hat. Mitglieder des Vereines schilderten wie sie dazu kamen sich züchtigen zu lassen, wie sie sich selber züchtigten, wie und warum sie anderen als Erzieher oder Erzieherin dienen wollen und welch besondere Umstände immer wieder als Grund angegeben werden, zur Flagellantin oder zum Flagellanten geworden zu sein. Gewalt spielt da eine Rolle, auch der Gewalt, der man durch die umgebende Gesellschaft hilflos ausgeliefert ist. Aber auch die Erfahrung mit einer körperlichen Züchtigung, die oftmals schon in jungen Jahren gemacht wurde. Dass mäßige Schläge auf den Hintern als Strafe für etwas, was man angestellt hatte, befreiend wirkten, erstaunte im Nachhinein immer noch. Aber genau diese Befreiung wollte man wieder erleben. Auf eine solch befreiende Strafe wollte und will man nicht verzichten.
Andere, die keine Flagellanten wurden oder sind, berichteten von beschämenden und grausamen Züchtigungen durch Eltern und Lehrer und, dass sie nicht verstehen können, wie Meschen so etwas möchten. Dagegen berichteten auch welche von schlimmen, drakonischen Züchtigungen, die sie für berechtigt hielten und auf die sie heute noch stolz sind. Zu Flagellanten wurden nur wenige. Eine große Zahl wurde nie geschlagen und entdeckte diese Neigung erst in späteren Jahren. Nach der Häufigkeit solcher Angaben liegt der Schwerpunkt dafür im Alter von dreiundzwanzig bis dreißig Jahren. Auch über achtzig Jahre alte Menschen berichteten davon, wie die körperliche Züchtigung ein Leben lang eine ganz entscheidende Rolle bei ihnen spielte. Diese Berichte wurden zunächst nur gesammelt, es wurden mehr als dreitausend. Einige davon wurden nun romanhaft zu Büchern mit Hintergrund. Hintergrund, der etwas davon verrät, warum Menschen zu Flagellanten wurden und mit welcher Energie sie dieses innere Bedürfnis, diesen Drang zu befriedigen versuchten. Natürlich eignen sich die unzähligen Berichte, über hilfloses Misslingen aller Bemühungen die Mehrheit, aber so etwas kann man naturgemäß nicht zu einem Roman verarbeiten. So hat Gerhard die Geschichten ausgesucht, die eine einigermaßen positive Entwicklung nahmen, auch als Anregung dazu, was und wie man miteinander umgehen kann, vorausgesetzt man findet die richtigen Partner. Wir hoffen, sie finden Gefallen daran.